Unsere Gemeinde des Hl. Antonius des Großen hat am 4.November, am Tag der Gottesmutterikone von Kasan, eine Pilgerreise zu den Heiligtümern der altertümlichen ungeteilten Kirche nach Solingen-Gräfrath gemacht.

Die göttliche Liturgie fand auf dem heiligen Antimension und geheiligten Gefäßen statt, in der ehemaligen Abteikapelle, im Nebengebäude des Klingenmuseums, genannt „Kirchenschatz“, wo es unter vielen anderen interessanten Exponaten vorhanden sind:

  1. Wundertätige Gräfrather Gottesmutterikone. Auf Grund der vielen vom Heiligenbild vollbrachten Wunder (aufbewahrt in einer Kapelle in der Nähe des Taufbades an einer heiligen Quelle) wurde im Jahre 1185 das Gräfrather Frauenkloster gegründet. Die Ikone wurde in Byzanz, ungefähr im Jahr 1150 gemalt. Es wird vermutet, dass eine Kopie von der Gräfrather Ikone für den russischen Zaren Aleksander des Zweiten, extra nach seinem Wunsch, ausgefertigt wurde.
  2. Wundertätige Reliquiar von der Großmärtyrerin Katharina wurde bis zum Jahr 1312 aus dem Katharinenkloster, aus Sinai, hergebracht. Aus Gottes Gnade hat an allen großen christlichen Festen in den Jahren zwischen 1312 und 1323 aus dieser Reliquiar Myrrhe ausgetreten. Hier steht auch eine große Katharinenflasche mit der 700-jährigen Myrrhe, die nur dunkel von der Zeit wurde. Soviel wir wissen, gibt es nichts Ähnliches auf der Welt. Es gibt alte Dokumente, die nachweisen, dass aus der Reliquiar Myrrhe austrat.
  3. Altertümliches Prozessionskreuz, das folgende Teilchen enthält (alle Teilchen haben Stempel und Nachweise):

a.Zwei große Teilchen von dem lebenschaffenden Holz, an dem unser Herr Christus gekreuzigt worden ist;

b.Zwei Dornen von der Dornenkrone Jesu Christi;

c.Zwei Teilchen von der Pike des Märtyrers heiligen Longinus, mit der er die Rippen des Herrn durchbohrte;

d.Ein Stück vom Essigschwamm, mit dem man den gekreuzigten Jesus Christi trinken lassen wollte;

e.Ein Stück aus der Geißel, mit der Jesus Christus geschlagen wurde;

f.Ein Stück aus dem Stock, mit dem Christus während des Verhörs mit Pilatus auf den Kopf geschlagen wurde;

g.Ein Fragment des Tisches des Abendmahls;

h.Ein Teilchen vom nahtlosen Chiton des Herrn;

i.Ein Teilchen Windeln des Säuglings Christus von Bethlehem;

j.Ein Teilchen des Tuches, mit dem die Heilige Veronika das Gesicht von Jesus Christus wischte, auf seinem Weg zu Golgatha;

k.Ein Steinchen vom Grab Gottes.

4. Reliquiarteilchen von etwa 150 großen orthodoxen Heiligen, darunter ein großes Fragment aus den Reliquien des Hl. Nikolaus, des Märtyrers Sebastian, der Apostel des Herrn, des Hl. Cyriacus (Patriarchen von Jerusalem), des Märtyrers und Heilers Pantaleon, Christophorus, Johannes der Täufer, der drei weisen Männer, der rechtschaffenen Anna, Archidiakon Stephan.

Nach der göttlichen Liturgie und Anbetung dieser Heiligtümer machten wir uns auf den Weg durch den Wald zur heiligen Quelle, in der erste Rheinchristen getauft wurden, ca. zwischen dem 8. bis 9. Jahrhundert, lange bevor die römisch-katholische Kirche abfiel.

Das Taufbad ist erhalten geblieben, liegt im Tiefe des Waldes, es ist aber in einem schlechten Zustand.

Was die heilige Quelle angeht, so ist sie es auch, und wird auf den geografischen Karten als „Heiliger Born“ bezeichnet, was in die russische Sprache als „Heilige Quelle“ übersetzt wird.

Wir danken ganz herzlich dem lieben Aleksej Aleksandrowitsch Potupin für seine kolossale Hilfe bei der Organisation unserer Pilgerreise und für die wunderbare Exkursion, wie danken auch allen, die an der Organisation unserer Reise teilgenommen haben:

  • Lieben Frauen, die, wie im Märchen, ein tolles Picknick zauberten!
  • Lieben Viktor und Nikolai, die alles Notwendige für die Liturgie gebracht haben!
  • Lieben Irina, Julia und allen Singenden!

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