Unsere Gemeinde
Die orthodoxe Kirchengemeinde des Hl. Antonius der Großen ist eine Gemeinde der Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche.
Unsere multinationale Gemeinde der russisch-orthodoxen Tradition betreut in Mönchengladbach und in der Umgebung orthodoxe Menschen ganz verschiedener Nationalitäten: Russen, Ukrainer, Belorussen, Moldawier, Kasachen, Kirgisen, Georgier und viele andere, nicht zuletzt auch Deutsche. Es ist für uns völlig inakzeptabel, die Menschen nach ihrer Nationalität oder Herkunft unterschiedlich zu behandeln oder zu teilen. Wir freuen uns über alle, die in unser Gotteshaus kommen, gleich welcher Herkunft oder politischen Präferenzen.
Unsere Adresse:
Am Torfbend 19, 41238 Mönchengladbach.
Der aktuelle Gottesdienstplan kann hier angeschaut werden.
Unser Schutzpatron ist der Heilige Antonius der Große – ein Heiliger, der in Ost- und Westkirche gleichermaßen verehrt wird.
Wir beziehen keine finanzielle Hilfe von der Regierung, wir finanzieren unsere Gemeinde ausschliesslich aus freiwilligen Spenden und sind sehr stolz darauf, unabhängig zu sein. Daher sind wir aber auf Ihre Unterstützung angewiesen!
Unsere Spendenkonten:
Kontoinhaber: Orthodoxe Hl. Antonius Gemeinde MG
IBAN: DE55 3105 0000 1003 1653 60
Kreditinstitut: Stadtsparkasse Mönchengladbach
Verwendungszweck: Spende f. Gemeindehaus
oder:
Kontoinhaber: Gemeinde des Hl. Antonios des Grossen
IBAN: DE67 3104 0015 0191 6386 00
BIC: COBADEFFXXX
oder spenden Sie uns über PayPal (Schaltfläche «Spenden»).
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Wie man uns findet
Unsere Kirche
Orthodoxe Gemeinde des Heiligen Antonius des Großen
Am Torfbend 19
41238 Mönchengladbach
Wegbeschreibung
Mit dem Auto:
Aus Aachen, Köln, Erkelenz kommend bzw. von der Autobahn 46 im Kreuz Vanlo bitte auf Autobahn 61 wechseln, Richtung Venlo. Ausfahrt Mönchengladbach-Wickrath, Richtung MG-Rheydt/MG-Odenkirchen nehmen, links halten und an der Ampel links abbiegen.
In ca. 1 Kilometer fahren Sie bitte besonders vorsichtig, bitte runter vom Gas - da steht ein ganz gemeiner Blitzer. An der Ampel bitte links auf Gesteinbecker Ring abbiegen.
An der T-formigen Kreuzung fahren Sie bitte links auf Duvenstraße/B59.
Nachdem Sie die kinderfreundliche Burger King® Filiale (Empfehlung unserer Altardiener-Teams) rechts von Ihnen leider verpasst haben, bzw. den geselligen "Der Bierabt" links von Ihnen verpasst haben (Empfehlung unseres Kirchenbaumeisters), fahren Sie dann bitte doch geradeaus über die Kreuzung in die Schlachthofstraße.
Nachdem Sie die in ca. 300 Meter gutbürgerliches und gemütliches Restaurant Alter Schlachthof (persönlicher Geheimtipp des Pfarrers zum Feiern von Taufen, Geburtstagen, Verlobungen, Trauungen, Scheidungen usw.) rechts von Ihnen leider auch verpasst haben, dann an der großen Ampelkreuzung in noch ca. 300 Meter fahren Sie bitte rechts in die Römerstraße und in ungefähr 100 Meter (nach einem kleinen Fluss) biegen Sie bitte links in die Strasse Am Torfbend.
Die rot-braune Backsteingebäude unserer Kirche ist in ca. 300 Meter links.
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:
Von der Mönchengladbach-Rheydt HBf
Bus № 020 oder 022 Richtung Tackhütte.
In ca. 13 Minuten kommt die Haltestelle "Schule Torfbend".
Unsere Kirche ist direkt an der gegenüberliegenden Strassenseite.

Karte der Umgebung (OpenStreetMaps).
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Gottesdienste
Unsere Gottesdienste werden normalerweise Samstags und Sonntags sowie an allen orthodoxen Kirchenfesten (nach dem alten Julianischen Kalender) zelebriert.
Über Gottesdienste, Sakramente und Amtshandlungen, die privat gefeiert werden können, lesen Sie bitte hier.
Regelmässige Gottesdienste Samstags: Liturgie um 10:30, Abendgottesdienst um 18:00.
Regelmässige Gottesdienste Sonntags und an vielen Kirchenfesten:Liturgie um 10:30.
Am Vorabend vielen Kirchenfesten um 18:00 wird normalerweise eine Vorabend Vigil gefeiert.
Am Weihnachtsfest sowie am Osterfest und in der Karwoche gelten immer besondere Gottesdienstzeiten!
Wichtige und eilige Informationen werden in unseren Gruppen publiziert:
WhatsApp und
Telegram.
Detaillierter Gottesdienstplan in PDF-Format ist hier verfügbar.

Sakramente und Amtshandlungen
Zu unserem Spektrum der geistlichen Betreuung gehören unter anderem:
- Sakrament / Mysterium der Taufe und Myronsalbung (Firmung)
- Aufnahme in die Orthodoxe Kirche
- Sakrament / Mysterium der Buße (Beichte)
- Sakrament / Mysterium der Eucharistie (Heilige Kommunion)
- Sakrament / Mysterium der Ehe (Trauung oder Heilige Krönung)
- Schlichtung bei Familienproblemen
- Sakrament / Mysterium der Krankensalbung (Heilige Öl)
- Kranken- und Seniorenbesuche zuhause, in den Kranken- und Pflegehäusern, Hospizen
- Spirituelle Unterstützung Sterbender und Trauernder
- Trauerfeier, Totenänmter, Pannychidas (besondere Gebete für die Verstorbene)
- Einweihung bzw. spirituelle Reinigung von Häusern, Wohnungen, Büros etc.
Bitte anrufen:
✆: +49 176 7002 6443
Ich freue mich auch über Ihre WhatsApp-Nachricht bzw. Anruf.
Erzpriester Aleksejs Ribakovs.
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Unsere Gemeinde in Bildern
Virtueller Rundgang durch unsere Kirche
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Virtueller Rundgang
durch unsere Kirche
Vorraum der Kirche
Ikonostase - die Grenze von Erde und Himmel
Das Theater, so sagt man, beginnt mit der Garderobe, und der Tempel beginnt mit der Vorhalle.
Diejenigen, die uns besuchen, haben bereits die heiligen Bilder am Eingang unseres Tempels bemerkt.
Direkt über den Eingangstüren befindet sich die Pochaev-Ikone der Mutter Gottes, die von Engelshänden getragen wird, während die großen Propheten Jeremia und Jesaja daneben stehen.
Diese Ikone wurde gewählt, um an die Wanderschaft unserer Gemeinde in gemieteten Räumen und an unsere Gottesdienste sogar unter freiem Himmel zu erinnern, an unsere Hoffnung auf die Hilfe der Gottesgebärerin und an diese Propheten, die uns in unseren Sorgen getröstet haben - Jeremia als Beispiel für die Bußklage und Jesaja als Beispiel für das Vertrauen an Gott, den Erlöser.
Technisch gesehen gibt es zwei Eingänge zu unserer Kirche - den ersten aus der Vorhalle ins Narthex, wo sich das Kirchenkiosk befindet, und den zweiten, der direkt in den mittleren Teil des Tempels, das so genannte „Heiligtum“ oder „Schiff“, führt.
Der Eingang zum Narthex wird von einer Ikone gekrönt, die das Gespräch des Herrn mit der samaritanischen Frau darstellt, als Beispiel dafür, wie selbst ein scheinbar profanes Gespräch mit dem Herrn eine einfache Frau zur Erkenntnis der Wahrheit führte.
So hoffen wir, dass die Menschen, die aus Neugier in den Tempel gekommen sind, vom Herrn angenommen und zum Gebet und zum Dienst für Ihn berufen werden.
Der Eingang zum mittleren Teil des Tempels wird von der Ikone der Darstellung des Herrn überschattet - der Hereinnahme des Jesuskindes in den Jerusalemer Tempel als Symbol für die Begegnung der Menschheit mit dem Erlöser.
Auf der dem Eingang gegenüberliegenden Seite des Vorraums stehen die Propheten Daniel und Elias, die dem Bild des letzten Abendmahls des Herrn vorstehen.
Der Prophet Daniel, der dank seiner Reinheit das Aussehen eines ewigen, engelsgleichen Jünglings bewahrte, übertraf an Weisheit alle Minister des babylonischen und perso-midischen Reiches.
Der Prophet Daniel ist für uns eine lebendige Aufforderung, den Tempel mit reinen Lippen und reinem Herzen zu betreten.
Das Bild des letzten Abendmahls erinnert uns daran, dass der Tempel ein Ort jenseits von Raum und Zeit ist, an dem unsere Anbetung nicht eine Wiederholung oder bloße Erinnerung an das letzte Abendmahl des Herrn ist, sondern eine lebendige Teilnahme daran zusammen mit dem Herrn und seinen Jüngern.
Der Prophet Elia, ein eifriger Hüter der Reinheit des Glaubens und der brennenden Liebe zu Gott, dessen Name allein (אֵלִיָּהוּ - mein Gott Jahwe) das einfachste Symbol des Glaubens war, ist für uns der Wegweiser des einfachsten Weges zu Gott - der Gottes- und Nächstenliebe und zugleich das verborgene Wissen, dass Gott nicht in der Demonstration von Macht und Stärke, sondern im „...Ton eines leisen Wehens...“ (1. Buch der Könige 19, 12) liegt.
Ikonostase - die Grenze von Erde und Himmel
In unserer Kirche, wie in vielen anderen orthodoxen Kirchen, wurde eine Ikonostase errichtet - eine Ikonenwand, die den Altarraum vom Rest des Kirchenraumes trennt und symbolisch das Irdische vom Himmlischen trennt.
Die Ikonostase unserer Kirche ist zweistufig und besteht nach dem alten Modell der Nowgoroder bzw. Nordrussischen Ikonostase aus den Reihen der prophetischen Vorväter und der Deesis.
Die prophetische-vorväterliche Ebene unserer Ikonostase.
Es enthält Ikonen der Propheten und Vorväter des Alten Testaments. Hier von links nach rechts:
Urvater Hanoch, Prophet und König David, Prophet Elischa, Prophet Jonas, Prophet und Gottseher Moses, Urvater und Prophet Noah. Die zum Gebet erhobenen Hände des Urvaters Hanoch zeugen davon, dass er im göttlichen Licht vor Gott wandelt.
In den Händen der Propheten und Vorväter sind die Symbole und Attribute ihres Lebens und ihrer Prophezeiungen dargestellt (z.B. haben David, Elischa und Jonas Schriftrollen ihrer Psalmen bzw. Prophezeiungen, Noah hat seine Arche, Moses hat die Bundestafeln).
Im Zentrum der Reihe der Propheten und Väter, die die Ikonostase krönt, befindet sich die Ikone der alttestamentlichen Dreifaltigkeit (auch "die Gastfreundschaft Abrahams" genannt).
Die Ikone basiert auf der Handlung des Alten Testaments, die im 18. Kapitel des biblischen Buches Genesis dargelegt wird. Sie erzählt, wie der Urvater Abraham, der Vorfahre des auserwählten Volkes, drei geheimnisvolle Wanderer im Eichenhain von Mamre gastfreundlich empfing. Während eines Mahles im Haus Abrahams wurde ihm die Verheißung der bevorstehenden wunderbaren Geburt seines Sohnes Isaak gegeben.
Nach Gottes Willen sollte "der Große und der Mächtige" von Abraham kommen, in dem "alle Völker der Erde gesegnet sein werden". Die ikonographische Komposition zeigt Abraham und seine Frau Sarah. Im Hintergrund ist eine Ikone der Mutter Gottes »des Zeichens« zu sehen, die »das Bild des aus ihr geborenen Sohnes in ihren Schoß einschließt«, das die Erfüllung der Verheißung ist, die Abraham gegeben wurde.
Die Deesis-Reihe ist die Hauptreihe der Ikonostase.
Das Wort "deesis", slawisiert von δέησις [deisis], bedeutet auf Griechisch "Bitte, Bittgebet". Im Zentrum unserer Deesis befindet sich das Königliche Tor. Wenn sie geöffnet werden, erscheint durch sie hindurch die Ikone des Erlösers auf dem Thron auf dem oberen Platz des Altars, vor der die Mutter Gottes und Johannes der Täufer stehen. Wenn die königlichen Türen geschlossen sind, ist das Zentrum unserer Deesis-Stufe ein Kreis, die älteste Ikone des unerkennbaren Gottes. Rechts und links der Heiligen Pforten befinden sich Ikonen derer, die Fürsprache einlegen und zu Christus beten (in Paargruppen, von der Mitte weg von der Mitte):
In der Mitte links ist die Ikone der Muttergottes zu sehen, in der Mitte rechts die Ikone von Johannes dem Täufer; weiter links und rechts die heiligen Hierarchen, Theologen und Hymnendichter Basilius der Große und Johannes Chrysostomus.
Auf den Flügeln der Diakonentüren sind die Erzengel Michael (in der Mitte links) und Gabriel (in der Mitte rechts) zu sehen; Die Komposition endet mit Ikonen der himmlischen Schutzpatrone unserer Kirche - des Heiligen Antonius des Großen (rechts) und des Heiligen Alexis (links). Die Heiligen, die auf den Ikonen der Deesis dargestellt sind, sind um eine Dreivierteldrehung in das Zentrum der Ikonostase gedreht, so dass sie mit uns zum Allmächtigen beten; Und die himmlischen Patrone unserer Kirche stehen uns im Gegenteil gegenüber und symbolisieren die väterliche Liebe und pastorale Fürsorge für uns.
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Antonius
Vater des Mönchtums
In der Geschichte des Christentums gibt es nur wenige Persönlichkeiten, die einen so tiefgreifenden Einfluss auf das geistliche Leben der Kirche ausgeübt haben wie der heilige Antonius der Große (ca. 251–356 n. Chr.). Als Begründer des christlichen Mönchtums verehrt, bleibt er über die Jahrhunderte hinweg ein Vorbild asketischen Strebens. Doch hinter dem strengen Bild des Einsiedlers, der in der Wüste mit Dämonen kämpft, verbarg sich eine Persönlichkeit von erstaunlicher Tiefe, die unerschütterliche Demut, gottgegebene Weisheit und einen feinen Sinn für Humor vereinte. Dieser Artikel lädt dazu ein, Antonius nicht nur als strengen Asketen, sondern auch als weisen Lehrer zu betrachten, dessen Demut und Einfachheit eine Quelle wahrer geistlicher Kraft und sogar gutmütigen Lachens waren.
Die Demut: Grundstein der Heiligkeit
Für Antonius war Demut nicht nur eine Tugend, sondern das Fundament des gesamten geistlichen Lebens. Er lehrte, dass Demut darin besteht, dass "der Mensch sich für einen Sünder hält und denkt, dass er vor Gott nichts Gutes tut", bereit zu sein, seinen eigenen Willen beiseitezulegen, Beleidigungen geduldig zu ertragen und stets "den Tod vor Augen zu haben". Diese Demut war tätig und allumfassend.
Einmal hatte Antonius eine Vision: Die ganze Erde war mit kunstvoll verknüpften teuflischen Netzen umstrickt. Entsetzt rief er aus: "Herr, wer kann da durchkommen?" Und er erhielt die Antwort: "Der Demütige." In diesem Wort liegt der Schlüssel zu seiner Spiritualität. Demut ist nicht bloße Unterwürfigkeit, sondern eine Weisheit, die aus der Erkenntnis der völligen Abhängigkeit von Gott geboren wird. Ein solcher Mensch, so Antonius, meidet den Hochmut, besteht nicht auf seinem Willen, "senkt sein Angesicht zu Boden" und hütet sich vor der Lüge.
Diese Eigenschaft zeigte Antonius von Jugend an. Obwohl er aus einer wohlhabenden Familie stammte, war er von Kindheit an "außerordentlich bescheiden" und seinen Eltern gehorsam. Als er sich zum radikalen Verzicht auf die Welt entschloss, verkaufte er seinen gesamten Besitz, verteilte das Geld an die Armen und vertraute seine Schwester frommen Jungfrauen an, damit ihn nichts auf seinem Weg beschwerte. Als berühmter Greis öffnete er, obwohl er die Einsamkeit bewahren wollte, gehorsam seine Tür für eine Vielzahl von Schülern und suchte nicht seinen eigenen Willen, sondern den Willen Gottes.
Seine Demut erstreckte sich sogar auf sein Lebensende. In Kenntnis der ägyptischen Sitte, die unverwesten Leiber der Gerechten zu verehren, befahl er strikt zwei seiner Schüler, ihn heimlich zu begraben, damit die Ruhestätte unbekannt bleibe, "und dort werde ich sein bis zur Auferstehung der Toten". So schied er aus der Welt – in Einfachheit und Unbekanntheit, den Aposteln in der Demut gleich.
Die in der Stille geborene Weisheit
Die Weisheit des Antonius war nicht das Ergebnis akademischer Gelehrsamkeit. Sie entsprang dem tiefen Durchdringen der Heiligen Schrift, der Erfahrung des Gebets und der nüchternen Kenntnis des menschlichen Herzens. Er sagte: "Wo immer du bist, habe Gott vor deinen Augen; tue nur das, wofür du das Zeugnis der Schrift hast."
Seine Antworten auf die Fragen der Brüder waren knapp, voller gesunden Menschenverstands und Durchdringung. Auf die Frage, wie man sich von Sünden reinigen könne, antwortete er: "Wer sich von Sünden befreien will, befreit sich von ihnen durch Weinen und Klagen." Als Abt Pambo fragte, wie man das Heil ererben könne, riet Antonius: "Vertraue nicht auf deine Gerechtigkeit; bereue aufrichtig die zuvor begangenen Sünden; bewahre Zunge, Herz und Bauch."
Seine Weisheit zeigte sich auch in praktischer Vernunft. Im "Paterikon" wird erzählt, wie Mönche zu Antonius kamen und einen Mitbruder einer schweren Sünde beschuldigten. Während die Ältesten sie mit dem Gleichnis vom in den Sumpf Geratenen belehrten, der von Helfern nur noch tiefer hineingedrückt wurde, rief Antonius aus: "Siehe, ein Mann, der Seelen heilen und retten kann!" Die Ankläger, davon berührt, versöhnten sich sogleich mit dem Bruder. In einem anderen Fall setzte sich Antonius für einen aus seiner Gemeinschaft ausgestoßenen Mönch ein und sagte zum Abt: "Ein Schiff hat Schiffbruch erlitten und seine Ladung verloren; mit großer Mühe erreichte dieses Schiff den Hafen, und ihr wollt das, was vom Untergang gerettet wurde, versenken." Seine Worte brachten den Bruder in die Gemeinschaft zurück.
Das gute Lachen des Wüstenvaters
Trotz aller Strenge des asketischen Lebens gab es in der Gemeinschaft der Wüstenväter und besonders in der Person des Abtes Antonius Raum für einen gesunden, feinen Humor, der nicht der Unterhaltung, sondern als Werkzeug der Demut, der Nüchternheit und sogar der Belehrung diente.
- Humor gegen den Hochmut: Ein Weiser dieser Welt kam zu einem Greis (oft ist damit gerade Antonius gemeint) und schenkte ihm seinen biblischen Kommentar. Nach einem Jahr fragte er, ob das Buch geholfen habe, die Schrift besser zu verstehen. "Im Gegenteil", antwortete der Greis, "ich musste mich an die Bibel wenden, um dein Buch zu verstehen." Damit wies er sanft auf den Vorrang des einfachen Wortes Gottes vor den Spekulationen hin.
- Humor über die Weltvergessenheit: Ein Bruder, der in die Wüste gegangen war, erhielt von seiner Familie einen Brief mit der Aufforderung zur Rückkehr, denn "das einzig wahre Gut ist die Familie". Aber auf der Rückseite stand eine ironische Nachschrift: "Wenn du dich zur Rückkehr entschließt, gib uns bitte vorher Bescheid, denn wir haben dein Zimmer vermietet." Die vom Greis erzählte Geschichte verspottet die Heuchelei weltlicher Bindungen.
- Humor als Waffe gegen die Schwermut: Als Brüder betrübt erzählten, dass einen Einsiedler im Süden der Wüste Kannibalen gefressen hätten, bemerkte der Greis (Antonius), um sie zu trösten, trocken: "Wenigstens haben diese unglücklichen Wilden auf diese Weise zum ersten Mal etwas von unserer heiligen Religion gekostet." Diese bitter-ironische Bemerkung half, den Blick von der Tragödie auf den göttlichen Ratschluss zu lenken.
- Humor gegen den Formalismus: Ein junger Mönch, der Salat wusch, antwortete auf die Frage, ob er sich an die heutige Predigt erinnere: "Nein." Auf den vorwurfsvollen Einwand "Warum hast du dann zugehört?" sagte er weise: "Schau, Bruder: Das Wasser wäscht den Salat, bleibt aber nicht auf seinen Blättern. Der Salat wird dennoch vollkommen sauber." Eine solche Antwort, des Antonius würdig, wies auf das Wesen geistlichen Wirkens hin – die innere Verwandlung, nicht das äußere Auswendiglernen.
Antonius selbst, obwohl er sagte, dass "ein wahrer Mönch nicht lachen soll", sondern über die Sünden der Welt weinen muss, zeigte durch sein Beispiel, dass wahre Demut und geistliche Nüchternheit die Fähigkeit nicht ausschließen, die Widersprüche des Lebens zu sehen und mit einem Wort leichter Ironie sanft und liebevoll darauf hinzuweisen. Ein solcher Humor war weit entfernt von Hohn; er war ein Heilmittel gegen Eigenliebe und Schwermut.
Vermächtnis und Bedeutung für die Gegenwart
Der heilige Antonius der Große hinterließ keine Regelordnung, sondern ein lebendiges Bild eines Menschen, der sich Gott ganz hingegeben hat. Seine demütige Weisheit, seine einfache und tiefe, dem Evangelium und der Erfahrung entnommene Weisheit und sogar sein guter, nüchterner Humor lehren uns das Entscheidende: Wahre geistliche Kraft erwächst nicht aus stolzem Asketentum, sondern aus der Erkenntnis der eigenen Schwachheit und dem völligen Vertrauen auf Gott.
Sein Leben ist eine Antwort auf die Herausforderungen jeder Epoche, auch der unseren. In einer Welt, verstrickt in die Netze der Leidenschaften, der Hektik und der Eigenliebe, bleibt der von Antonius gewiesene Weg der einzig wahre: der Weg der Demut, auf dem allein man wahre Freiheit, den Frieden des Herzens und jene Weisheit erlangen kann, die "von oben her ist, lauter, friedfertig, freundlich" (Jak 3,17). Und wie die Geschichten aus der Wüste bezeugen, gibt es auf diesem Weg auch Platz für ein helles, liebevolles Lächeln, das hilft, sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen und die Welt im Licht der Ewigkeit zu sehen.
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Kontakt
Pfarrer / Gemeindevorsteher:
Erzpriester Aleksejs Ribakovs
Am Torfbend 19
41238 Mönchengladbach
✆: +49 176 7002 6443
Kontaktaufnahme über WhatsApp.
Wichtig! Wenn Sie mich von einer unterdrückten Nummer anrufen und in der Mailbox landen, bitte ich Sie unbedingt mir eine Nachricht mit Ihrem Telefonnummer zu hinterlassen. Ich rufe immer zurück!.
Wenn Sie mich nicht sofort erreicht haben - ich rufe zurück! Höchstwahrscheinlich befinde ich mich mitten im Gottesdienst oder in einem Termin. Meine Reaktionszeit beträgt höchstens 2 Stunden.
✉: info@rok-mg.de
Aktuelle und eilige Informationen, die unsere Gemeinde betreffen, werden regelmässig in unseren Gruppen publiziert:
WhatsApp und
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Impressum/DSGVO
Orthodoxe Gemeinde des Hl. Antonius des Großen zu Mönchengladbach,
Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats
Erzpriester Aleksejs Ribakovs
Am Torfbend 19
41238 Mönchengladbach
Telefon: +49 176 7002 6443
info@rok-mg.de
Design: Dimension by Pixelarity | pixelarity.com | License: pixelarity.com/license
Photos: A. Ribakovs, A. Sismarev.
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